Weinheim schafft ein gutes Klima
Mehr als 500 Besucher interessierten sich für die Klimaschutz-Veranstaltung „Weinheim heizt vor“
Die Wärmewende lebt. Mehr als 500 interessierte Besucherinnen und Besucher – überwiegend Immobilienbesitzer – interessierten sich für die Veranstaltung „Weinheim heizt vor“, die vom Klimaschutz-Management der Stadt Weinheim am Dienstagabend organisiert worden ist. Schon lange vor dem Vortragsblock auf der Stadthallen-Bühne standen die Menschen an den Ständen der Handwerker und Berater bereits Schlange, informierten sich über Wärmepumpen und andere technische Neuigkeiten zur Energiewende und zum klimaneutralen heizen.Die Resonanz war riesig – das Energieteam der Stadt hatte den Zeitgeist getroffen, dem die aktuell brenzlige Weltlage natürlich Beine macht. „Ich finde es sehr gut, dass die Stadt her vernetzt“, lobte zum Beispiel Jens Thron, der Chef der Firma Franzmann Heizung und Sanitär.Auch das kommunale Kimaschutzmanagement war im Foyer mit einem Stand vertreten. Gemeinsam mit ihren Partnern von der Agentur „Fünf Prozent“ und der „Kliba“ aus Heidelberg gaben sie zum Beispiel kostenlos Gebäudesteckbriefe aus, die eine Energieberatung zu den Hausbesitzern bringen. Am Stand verteilte Klimaschutz-Managerin Ute Timmermann auch den Kommunalen Klimaschutzbericht, der eine durchaus beeindruckende Zwischenbilanz auf dem Weg zur Klimaneutralität bis ins Jahr 2040 darstellt.„Wir wollen niemanden bevormunden, aber so gut es geht beraten und vernetzen“, begrüßte Weinheims Erster Bürgermeister Andreas Buske die Besucher, die sich dann die Vorträge im Großen Saal anhörten. Eine gute Betreuung beim Klimaschutz, betonte er, gehören für ihn zur Wohlfühlstadt Weinheim.Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Alexander Skrobuszynski informierte die Besucher über den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung. Kliba-Geschäftsführer Dr. Klaus Kessler und Sally Köhler von der Agentur „Fünf Prozent“ erklärten ihre Beratungsangebote.Interessant stellten sich kurze Abfragen der Zuhörer dar. Bei der Frage, wer denn im Moment noch mit fossilen Brennstoffen heizt, gingen im Saal die meisten Hände hoch. Dabei konnte Anja Flötenmayer-Woltmann nachweisen, dass diese Energie künftig noch viel teurer wird als im Moment. Man könne das vermeiden.Denn andererseits gebe es aber Fördermittel für den Austausch der Heizung, die mit erneuerbaren Energien angetrieben wird. Die Wärmepumpe sei dazu ein Instrument, aber nicht das einzig mögliche. Insbesondere ging sie auf die Möglichkeiten auch in Altbauten ein.Die Organisatoren des kommunalen Klimaschutzmanagements Ute Timmermann, Luzia Teinert und Ralf Schwind zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz und der Stimmung des Abends. Lob für ihre Arbeit erhielten sie von der Besuchern, die auf ihre Einladung „vorheizten“. Auch die Gäste von außerhalb waren beeindruckt: „Ich bin in vielen Kommunen in Deutschland unterwegs, so ein Team und so eine Unterstützung für die Bevölkerung sehe ich nicht alle Tage“, beschrieb Anja Flötenmayer-Woltmann, die als Wärmepumpen-Beirätin der EU-Kommission fungiert und die Vorträge auf der Stadthallen-Bühne moderierte und selbst referierte.
