Moderner geht es kaum
Endspurt bei der Sanierung des Victor-Dulger-Bades in Hohensachsen – Weitgehend klimaneutrale Versorgung
Schöner baden: Wenn im September dieses Jahres das Victor-Dulger-Hallenbad im Weinheimer Ortsteil Hohensachsen eröffnet wird, handelt es sich um eines der modernsten Bäder der Region – vor allem, was die Wasser- und Energietechnik angeht. Darauf haben jetzt Vertreter des städtisches Amtes für Immobilienwirtschaft, der Planungsbüros und der Baufirmen sowie die Hohensachsener Ortsvorsteherin Monika Springer bei einem Vor-Ort-Termin hingewiesen.Nachdem der Weinheimer Gemeinderat Ende letzten Jahres die Baukosten um rund 1,1 Millionen Euro auf eine Gesamtsumme von rund 9,5 Millionen Euro erhöhen musste und eine Verzögerung der Eröffnung in Kauf nahm, biegt die Großinvestition für Sport und Bildung nun auf die Zielgeraden ein.Die gute Nachricht daran: 90 Prozent der Arbeiten sind ausgeschrieben, submittiert und vergeben – es kann also nicht mehr viel passieren. Die Beton- und Schadstoffsanierung ist abgeschlossen, das Edelstahlbecken ist installiert, die Montage der PV-Anlage auf dem Dach ist fertig, die der Badewassertechnik zu 95 Prozent. Die nächsten Schritte am Bau sind Estrich und Fließenarbeiten, Lüftungsgeräte, weitere Sanitärarbeiten sowie die Arbeiten an Lüftung-, Heizung und Elektrotechnik.Klar ist: Das Hallenbad in Hohensachsen ist dann mit der modernsten Technik ein neues Bad in einer alten (aber sanierten) Hülle. Vor allem, es erfüllt die modernsten energetischen Vorgaben, kann weitgehend klimaneutral versorgt werden. Die Wärmeerzeugung wird künftig über moderne Wärmepumpen erfolgen. Ergänzt wird das Energiesystem durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt/Peak, die in den Sommermonaten das gesamte Bad sowie die angrenzende Turnhalle mit Strom versorgen kann. Zusätzliche Energieeinsparungen werden durch den Einbau effizienter LED-Beleuchtung erzielt. Auch die Barrierefreiheit wird umfassend verbessert – sowohl in den neugestalteten Umkleiden als auch bei den sanitären Anlagen und dem Zugang zum Becken. Trotz der neuen Edelstahlverkleidung bleibt die ursprüngliche Beckentiefe von 4,80 Metern erhalten. Ein besonderes Plus für den Leistungssport: Künftig kann auf einem Startblock nach Olympianorm trainiert werden.Das Hohensachsener Hallenbad im städtischen Besitz wird weiterhin vom Verein „Aquafun e.V.“ betrieben. Es steht neben Vereinen auch Weinheimer Schulen zur Verfügung.
