Hermannshof wird immer beliebter
Daher muss die Gartenleitung eine zeitweise Begrenzung der Besucherzahl in Erwägung ziehen
Das Tulpenmeer, die zauberhafte Glycinie, die Blüten der frühjahrsblühenden Gehölze – der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in der Weinheimer Innenstadt zeigt sich derzeit in voller Pracht. Er wird immer beliebter. Das ist einerseits natürlich eine gute Nachricht und Gartenleiter Sean Carroll freut sich über das Interesse an seiner Arbeit und der Beliebtheit seines Teams.Andererseits ist das Besucheraufkommen während dieser blühenden Wochen in den vergangenen Jahren – und auch jetzt wieder Ende April – so groß, dass der Vorstand des Hermannshofs eine vorübergehende Begrenzung der Besucherzahl und an bestimmten Tagen auch eine präsentere Gartenaufsicht mit Sicherheitsdienst in Erwägung ziehen muss. Dabei gehe es vor allem darum, eine zu starke Belastung der Gartenflächen zu vermeiden, um Pflanzen zu schützen und den Hermannshof als Refugium zu bewahren. Ab einer gewissen Menge an Menschen werde dieser Anspruch immer schwieriger, so Gartenleiter Carroll. Er verwies darauf, dass der Schau- und Sichtungsgarten kostenlos frei zugänglich ist. Um die besondere Schönheit und den Pflegezustand zu erhalten, müsse man auf die strikte Einhaltung der Parkregeln verweisen, die unter anderem ein Betreten der Pflanzflächen untersagt. Er verhehlt nicht, dass er sich manchmal einen sorgsameren Umgang mit den Pflanzen wünscht.Er bittet um Verständnis, dass es in den nächsten Tagen und Wochen zu kurzfristigen Teilschließungen kommen kann, wenn der Besucherandrang zu groß ist. Das könne am ehesten an Wochenenden in der Mittags- und Nachmittagszeit passieren. Carroll und die Vertreter des Gartenvorstands bitten insbesondere die Weinheimerinnen und Weinheimer, die den Hermannshof häufig besuchen, diese hochfrequentierten Zeiten zu meiden. Bei einer Schließung würde auch der Eingang von der Grabengasse aus geschlossen, um den Zutritt über die Babostraße regulieren zu können. Carroll: „Selbstverständlich sind weiter alle Pflanzenenthusiasten herzlich willkommen, aber dem Garten und seiner Schönheit zuliebe brauchen wir auch die Rücksichtnahme der Besucher.“
