Eine Kita, die nach Wald riecht

Die größte Weinheimer Baustelle in der Kuhweid kommt gut voran – Gebäude entsteht in Holzbauweise

Die betonierte Bodenplatte würde für eine kleine Reihenhaussiedlung reichen. In den vergangenen Wochen ist sie auf einer Nutzfläche von rund 1700 Quadratmeter entstanden – tief im Westen der Weinheimer Weststadt. Dort entsteht gerade die größte Bildungs- und Betreuungseinrichtung für Weinheim: Die Kindertagesstätte Kuhweid für über 100 Kinder in sechs Gruppen (Kita und Krippe) plus einem benachbarten Mehrgenerationenhaus. Das Ensemble wächst zweigeschossig an der Kurt-Schuhmacher-Straße empor und ersetzt die alten Gebäude, die wegen Setzrissen abgerissen werden mussten oder noch stehen – aber nicht mehr lange. Der komplette Neubau kostet rund 17,2 Millionen Euro. Es handelt sich um die größte Investition in Bildung seit dem Bau der Zweiburgenschule.Diese Woche trafen sich die Vertreter der Stadt, Amtsleiter Andreas Könnecke, Hochbauleiterin Eva Dellbrügge und Architektin Sabine Seybold, um mit Planer und Bauleiter Lars Reichart den aktuellen Stand zu besprechen. Lars Reichert begleitet das Großprojekt für das Heidelberger Planungsbüro AAG Architekten seit Anfang an.Selbst der erfahrene Ingenieur managt den Neubau mit Respekt und Vorfreude. Denn die neue Kita Kuhweid soll ein besonders Gebäude werden. Sie wird in Holzbauweise errichtet.Die großen Holzplatten, aus denen die Kita einmal zusammengesteckt wird, werden gerade im bayerischen Wald aus deutschem Fichtenholz angefertigt. „Das ergibt ein großartiges Raumklima“, wissen Reichert und Sabine Seybold, „das riecht nach Holz wie in einem Wald“. Noch vor der Sommerpause soll das Gebäude entstehen, so dass im Herbst spätestens Richtfest gefeiert werden kann. Die neue Kita hat noichmehr ökologische Qualitäten: Sie trägt eine 180 kwp-Photovoltaikanlage, die wiederum eine Luft-Wasser-Wämepumpe versorgt. Die alte Eiche als Quartiersmittelpunkt Abbruch und Spezialtiefbau sind abgeschlossen, Erdbau- und Kanalbau stehen kurz vor dem Abschluss. Etliche Arbeiten laufen derzeit parallel vor Ort und in den Spezialwerken: die Rohbauarbeiten (Fundamente, Bodenplatte), der Betonfertigteilbau, die Zimmermannarbeiten, der Fensterbau sowie der Metall und Stahlbau.Das rund 6000 Quadratmeter große Areal an der Kuhweid liegt zwar zwischen Hochhäusern, aber mit einem alten Baumbestand, der weitgehend erhalten bleibt. Im Quartiersmittelpunkt ruht eine satte deutsche Eiche, die wohl an die 50 Jahre alt sein dürfte.Wie Eva Dellbrügge erläuterte, sind derzeit sind rund 60 Prozent der Bauleistungen ausgeschrieben und weitere 30 Prozent beauftragt. Denn die Stadt konnte bei dieser großen Investition in finanziell schwierigen Zeiten auch staatliche Fördergelder akquirieren: 2,5 Millionen Euro aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturgesetz sowie rund 190 000 Euro aus dem Landesprogramm „Klimafreundlicher Neubau“.Viele Gewerke müssen zusammenpassen, ein Rädchen der Fertigung ins andere greifen. Eva Dellbrügge und Lars Reichert verhehlten nicht, dass der lange und harte Winter bei der Baustelle eine Verzögerung verursacht hat. Ein Einzug der Kita Kuhweid, die nun schon seit fünf Jahren in einem Container-Provisorium untergebracht ist, war eigentlich für Mai 2027 vorgesehen – jetzt wird es wohl September. Die Fertigstellung des benachbarten Mehrgenerationenhauses ist zeitgleich geplant.In einem nächsten Bauabschnitt, der allerdings noch nicht näher terminiert ist, soll auf dem Areal eine Wohnbebauung mit einem sozialen Charakter realisiert werden.  

(Erstellt am 23. April 2026)

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